PILZINFO
GRUNDWISSEN
Giftpilze
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Zuerst einmal sollte man Wissen alle Pilze sind roh Giftig.
Der Unterschied zwischen einem Essbaren und einem Giftigen ist, dass beim einen das Gift durch das kochen oder dörren verdampft und beim anderen nicht.
Bei einigen kann das sehr schnell passieren und bei anderen muss der Pilz mindestens 20 Minuten kochen (z. B. Hexenröhrlinge).
Aber auch Pfifferlinge sollte lange gekocht werden, damit dies danach nicht schwer aufliegen.
Viele klagen beim Genuss von Morcheln über Symptome einer Vergiftung.
Dies kommt daher, dass in vielen Rezepten die Kochzeit mit 5 Minuten angegeben wird, was bei rohen Morchel eindeutig zu kurz ist, bei gedörrten sieht das wieder etwas anders aus.
Viele werden sich jetzt fragen, warum muss ich Giftige kennen, es reicht doch die Essbaren zu kennen.
Es kommt immer wieder vor, auch bei Experten dass ein Pilz nicht eindeutige Merkmale aufweist.
Durch das kenn der Giftpilzmerkmale können diese bei einer Bestimmung systematisch ausgeschlossen werden.
Deshalb wer nicht wirklich zu 100% sicher ist, ab zur nächsten Pilzkontrollstelle.
Nicht alle Giftigen Pilze sind auch Tödlich, oder erst aber ein bestimmten Menge.
Bei manchen macht es die Menge und je nach Gesundheitszustand der betreffenden Person.
Kommt hinzu dass sehr viele Pilzvergiftungen auf Speisepilzen beruhen (unechte Pilzvergiftung), entweder zu alte Pilze, verdorbene Pilze oder durch Schimmelpilzbefall.
Einer der häufigsten Fehler passiert schon beim sammeln, etwa wenn Plastiksäcke verwendet werden.
Aber auch Stoffsäcke können schon bewirken dass der Pilz sich zersetzt (Eiweisszersetzung), weshalb Pilze eigentlich nur im Korb gesammelt werden sollten.
Pilze der Gattung Wulstlinge und vor allem solche mit Ring, sollten eigen eigentlich nur Leute nehmen die einen Kollenblätterpilz ausschliessen können.
Grüner Knollenblätterpilz
AMANITA PHALLOIDES
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Er gilt als einer der gefährlichsten Giftpilze.
Schon der teilweise Verzehr eines Fruchtkörpers kann eine tödliche Pilzvergiftung auslösen, welche zum Leberversagen führt.
Die Variation in weiss, wird oft für Frühlingsknollenblätterpilz oder den Kegelhütigen Knollenblätterpilz gehalten.
Was aber eigentlich egal ist, da alle Tödlich Giftig sind.
Geruch:Geruchlos, süsslich, nach Aas oder alt widerlich nach Ammoniak.
Hut:Die Hutfarbe kann von grünlich bis bräunlich oder sogar weiss sein.
Die Hutoberfläche ist fein radialfaserig eingewachsen und wenn feucht etwas klebrig.
Lamellen:Weisslich engstehend.
In der Regel stehen die Lamellen am Stiel frei, können aber in seltenen Fällen auch mal ganz feinam Stiel angewachsen sein.
Stiel:Weiss, gelbgrünlich, faserig und oft genattert.
Ring:Weiss bis gelblich häutiger am Stiel herabhängender Ring.
Der Ring ist sehr empfindlich und deshalb meistens nicht mehr vorhanden.
Er ist nicht verschiebbar und an der Oberseite meistens gerieft (Abdruck der Lamellen).
Stielbasis:Zwiebelförmige Knolle mit umgebender häutiger Scheide (Eierschalenartig).
Vorkommen:Man findet Ihn vor allem im Laub- oder Mischwald, gerne bei Buchen oder Eichen.
Frühlings Knollenblätterpilz
AMANITA VERNA
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Der Frühlings Knollenblätterpilz ist genauso giftig wie der Grüne, aber eher selten zu finden. Wie der Name schon sagt kommt er im Frühling und wird deshalb eher selten gefunden oder verwechselt.
Geruch:Geruchlos, süsslich, nach Aas oder alt widerlich nach Ammoniak.
Hut:Die Hutfarbe ist weisslich, reinweis oder seidenweiss.
Lamellen:Weiss und engstehend.
In der Regel am Stiel frei, können aber in seltenen Fällen auch mal ganz fein am Stiel angewachsen sein.
Stiel:Weiss, faserig, ohne Natterung, eventuell mit ganz kleinen angedrückten Velum-Schüppchen.
Er kann voll bis ausgestopft sein und im Alter hohl.
Ring:Weiss häutigem herabhängendem Ring.
Meistens nicht gerieft oder nur fein an der Oberseite.
Stielbasis:Zwiebelförmige Knolle mit umgebender häutiger Scheide (Eierschalenartig), manchmal auch gerandet.
Vorkommen:Man findet Ihn vor allem im Laub- oder Mischwald, gerne bei Buchen oder Eichen.
Kegelhütiger Knollenblätterpilz
AMANITA VIROSA
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Der Kegelhütige Knollenblätterpilz ist genauso giftig wie der Grüne und Verwechslung mit der weissen Variante des Grünen Knollenblätterpilz möglich.
Geruch:Leicht nach Rettich, etwas unangenehm süsslich oder auch muffig unangenehm.
Hut:Die Hutfarbe ist weisslich, selten hellrotbräunlich und ohne Flocken.
Die Hutoberfläche ist glatt, glänzend, seidig-radialfaserig und feucht etwas schmierig bis klebrig.
Die Hutform ist halbkugelig bis spitzkegelig gebuckelt.
Lamellen:Weiss engstehend und am Steil frei.
Stiel:Mit weisser Natterung (faserigen oder flockigen Schüppchen).
Voll, kann aber im Alter auch Hohl sein.
Ring:Weiss, häutig hängend, nicht gerieft und vergänglich.
Stielbasis:Zwiebelförmige Knolle mit umgebender häutiger Scheide (Eierschalenartig).
Vorkommen:Vor allem im Nadelwald, meist bei Fichten, in selten fällen im Laubwald.
Orangefuchsiger Raukopf
CORTINARIUS ORELLANUS
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Sein Gift, das Orellanin, hat eine
Zeit bis Syntome auftretten von zwei Tagen bis zu zweieinhalb Wochen, ehe eine sichtbare Reaktion eintritt.
Dann ist es oft schon zu spät: Im Zusammenwirken mit noch anderen Giften wie vermutlich Cortinarin wurden lebenswichtige Funktionen der Nieren bereits außer Kraft gesetzt.
Geruch:Leicht nach Rettich.
Hut:Die Hutfarbe ist fuchsbraun, rotbraun bis braun.
Die Hutform ist meist nicht oder nur leicht dumpf gebuckelt oder sehr selten spitz gebuckelt.
Die Hutoberfläche ist fein schuppig und faserig filzig.
Lamellen:Zimtbraun, orangebraun und am Stiel ausgebuchtet angeheftet.
Die Schneiden sind gleichfarbig mit vielen Zwischenlamellen und entfernt stehend.
Stiel:Die Stielfarbe ist rostbraun bis gelblich.
Keine Natterung durch Schleierreste wie beim Spitzgebuckelten Raukopf, aber oft mit weisslichen Fasern umgeben.
Stielbasis:Meist etwas verjüngt.
Vorkommen:Meistens im Laubwald, gerne bei Buchen und Eichen, sehr selten bei Fichten oder Tannen.
Spitzgebuckelter Raukopf
CORTINARIUS RUBELLUS
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Sein Gift, das Orellanin, hat eine
Zeit bis Syntome auftretten von zwei Tagen bis zu zweieinhalb Wochen, ehe eine sichtbare Reaktion eintritt.
Dann ist es oft schon zu spät: Im Zusammenwirken mit noch anderen Giften wie vermutlich Cortinarin wurden lebenswichtige Funktionen der Nieren bereits außer Kraft gesetzt.
Geruch:Leicht nach Rettich.
Hut:Die Hutfarbe ist braun, rotbraun oder orangerot.
Die Hutform ist kegelig geschweift und spitz gebuckelt.
Die Hutoberfläche ist radialfaserig, fein geschuppt, fein filzig.
Der Hutrand ist lange abwärts gebogen, erst sehr spät hochgeschlagen.
Lamellen:Zimtbraun, entfernt stehende und breite Lamellenschneiden.
Am Stiel ausgebuchtet angeheftet, manchmal mit Zahn leicht herablaufend.
Stiel:Natterung durch Schleierreste, voll, faserig und fein samtig.
Stielbasis:Leicht verdickt.
Vorkommen:Nadelwald, gern bei Fichten, Sommer bis Spätherbst.
Gerne zwischen Trompetenpfifferlingen, weshalb man immer genau hinschauen sollte bei sammeln von Trompetenpfifferlingen.
Gifthäubling
GALERINA MARGINATA
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Wird gerne mit dem Essbaren Stockschwämmchen verwechselt.
Geruch:Er riecht muffig, widerlich und meist auch etwas mehlartig oder leicht nach Rettich.
Hut:Hutfarbe ist hellbraun, gelbbraun bis dunkelbraun.
Hutform meist mit Buckel, teils auch spitzgebuckelt.
Hutoberfläche von der Mitte ausbleichend (Hygrophan).
Hutrand ist glatt bis durchscheinend gerieft.
Lamellen:Hellbraun, gelbbraun bis zimtbraun, am Stiel angeheftet bis leicht herablaufend.
Die Lamellenschneiden sind schmal und gedrängt.
Stiel:Haselnussbraun, gelbbraun bis schwarzbraun.
Die Stieloberfläche ist weiss-silbrig bis hellflockig überfasert und meistens hohl.
Der Stiel ist das wichtigste Merkmal gegenüber dem essbaren Stockschwämmchen.
Ring:Dünn und vergänglich.
Stielbasis:Oft mit weissem Filz.
Vorkommen:Mehr oder weniger überall.
Kleine Schirmlinge
LEPIOTA .......
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In der Gattung der Kleinen Schirmlinge sind einige tödlich Giftig, weshalb diese immer als sehr gefährlich zu betrachten sind.
Gattung:Kleine bis mittelgrosse Arten.
Hut:Erst glockig, kegelig, später ausgebreitet gewölbt und meist gebuckelt, mit feinschuppigem oder schuppigem bis grob kegelig-warzigem Hut (selten glatt oder faserig-filzig).
Die Hutfarbe ist weiss, ocker, rosa bis fleischrötlich, selten gelb, die Schuppen meist dunkler, bräunlich, rostbraun, weinrot, grün oder dunkelbraun bis fast schwarz.
Lamellen:Weiss oder hellfarbig, am Stiel frei.
Stiel:er Stiel ist zylindrisch bis leicht keulig geformt.
Ring:Schirmlinge sind in der Mehrzahl häutig, flockig, teils auch schleierartig beringt.
Am Stiel finden sich entsprechende nicht verschiebbare Reste.